Eine neue Untersuchung zur Wirkung von Handy-Strahlung auf Ratten hat für Aufsehen gesorgt.
Ein Wissenschaftler der belgischen Universität Löwen hatte verschiedene Gruppen von Nagern 18 Monate elektromagnetischen Strahlen ausgesetzt, wie sie von Mobiltelefonen oder WLAN-Funknetzen verbreitet werden. Das Resultat: Gegenüber einer unbestrahlten Gruppe wurden diese Tiere nur halb so alt und entwickelten mehr Tumore.
In den Tests der Uni Löwen waren bei bestrahlten Ratten zudem Veränderungen an den Blutkörpern gefunden worden, die für das Immunsystem verantwortlich ist. Außerdem wiesen Tiere Erinnerungslücken auf, heißt es in dem Bericht zur Studie.
Belgien reagierte sofort auf die Ergebnisse und senkte die Grenzwerte für die Strahlenbelastung durch Handy-Funkmasten auf drei Volt pro Meter. Weil so die Sendeleistung der Stationen stark abnimmt, müssen nun rund 1.000 Masten neu aufgestellt werden.